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Der Zen-Buddhismus

Das japanische Wort "Zen" ist eine Übertragung des chinesischen Begriffes "Chan". Dieser geht seinerseits auf die Sanskrit-Bezeichnung "Dhyana" zurück, die "Zustand meditativer Versenkung" bedeutet. Die Geschichte des Zen beginnt im Grunde mit der Erscheinung des historischen Buddha. Tausend Jahre später, im 6. Jahrhundert, bringt der Mönch Bodhidharma aus Indien seine durch Meditation "erreichte" Erleuchtungslehre nach China. Charakteristisch für die Chan-Tradition ist eine betont alltagspraktische Ausrichtung des Übens, wobei körperliches Arbeiten auch als Teil des spirituellen Weges aufgefasst wird. Seit dieser Zeit entfaltete sich die Zen-Kultur in verschiedene Bewegungen. Im 12. Jahrhundert erreichte das Zen durch den Mönch Dogen Zenji Japan, wo im wesentlichen drei Zen-Schulen verbreitet sind: die Soto- und die Rinzai-Tradition sowie die kleine Obaku-Richtung, die dem Rinzai-Zen nahesteht. Wesentliche Elemente des Übens sind, wie es in den Westen übertragen wurde, Zazen - Sitzen in Konzentration - und die Alltagspraxis. In der Rinzai-Tradition wird außerdem die Koan-Schulung als eine spezielle Methode zur Überwindung des logisch-begrifflichen Denkens eingesetzt. Die Tradition des Soto-Zen, begründet vom Zen Meister Dogen, ist eine der bedeutenden Schulen des Mahayana-Buddhismus (Großes Fahrzeug), dessen Ideal die Bodhisattva-Motivation ist.

Wie kann man erklären, was Zen ist?

Der Mönch Joshu fragte: "Was ist der Weg?"
Der Meister Nan Sen antwortete: "Dein gewöhnlicher Alltag, das ist der Weg."



Zen fragt nicht: "Was ist der Mensch", sondern eher: "Wer bin ich".